Was sagt die wissenschaftliche Forschung bisher zu:
Hericum erinaceus
Zuckerstoffwechsel
Schnelle Inhaltsübersicht:
Einführung in Hericium erinaceus und das glykämische Gleichgewicht
Der Hericium erinaceus erweist sich als Stoffwechselregulator von großer Präzision, dessen Wirkung weit über seine traditionellen neurologischen Funktionen hinausgeht. Diese Seite stellt Forschungsergebnisse vor, die seine Fähigkeit zur Modulation des Blutzuckerspiegels durch die Hemmung der Alpha-Glucosidase hervorheben, wodurch die Kohlenhydrataufnahme verlangsamt und gleichzeitig die Insulinsensitivität verbessert wird. Über die bloße Zuckerkontrolle hinaus wirkt Hericium als systemischer Protektor: Er bewahrt Zielorgane (Leber, Nieren) und unterstützt das Überleben der Betazellen der Bauchspeicheldrüse durch seine stimulierende Wirkung auf den NGF (Nerve Growth Factor). Als umfassende natürliche Unterstützung bietet er einen innovativen Ansatz zur Stabilisierung des Stoffwechsels und zur Vorbeugung von Nervenkomplikationen (Neuropathien) und Organschäden im Zusammenhang mit glykämischen Ungleichgewichten.
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Zuckerregulation
Journal of Ethnopharmacology - 15. November 2020
Characterization of α-glucosidase inhibitory constituents of the fruiting body of lion’s mane mushroom (Hericium erinaceus) – Seul Ki Lee & Al.
Experiment: in vitro
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Zusammenfassung: Diese In-vitro-Studie untersuchte das antidiabetische Potenzial von Hericium erinaceus, indem sie mehrere bioaktive Verbindungen aus dem Fruchtkörper isolierte. Forscher identifizierten zehn Moleküle, darunter Erinacenol D und Hericenon D, die in der Lage sind, die α-Glucosidase zu hemmen – ein Schlüsselenyzm, das für den Abbau von Kohlenhydraten in Glukose verantwortlich ist. Durch die Verlangsamung der Aktivität dieses Enzyms begrenzen diese Verbindungen die schnelle Aufnahme von Zucker, was auf eine wertvolle Unterstützung für das Blutzuckermanagement hindeutet. Diese Entdeckung positioniert Hericium als strategischen natürlichen Partner für die Begleitung von Stoffwechselstörungen und die Vermeidung von Blutzuckerspitzen nach den Mahlzeiten.
Scientific Reports - 7. September 2017
Antihyperglycaemic and organic protective effects on pancreas, liver and kidney by polysaccharides from Hericium erinaceus SG-02 in streptozotocin-induced diabetic mice – Chen Zhang & Al.
Experiment: in vivo (mus musculus – Mäuse)
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Zusammenfassung: Diese In-vivo-Studie untersuchte die Wirkung von Polysacchariden aus Hericium erinaceus (HEPS) auf Diabetes-Modelle. Die Forscher beobachteten eine signifikante Senkung des Blutzuckerspiegels, vor allem aber eine deutliche Schutzwirkung auf Bauchspeicheldrüse, Leber und Nieren. HEPS wirken, indem sie Gewebeschäden im Zusammenhang mit chronischer Hyperglykämie begrenzen und die Aktivität endogener antioxidativer Enzyme steigern. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Hericium nicht nur den Zucker reguliert, sondern aktiv dazu beiträgt, schweren organischen Komplikationen im Zusammenhang mit Diabetes vorzubeugen, indem es die Zellen vor oxidativem Stress schützt.
Journal of Natural Products - 23. Januar 2015
Erinacerins C-L, isoindolin-1-ones with α-glucosidase inhibitory activity from cultures of the medicinal mushroom Hericium erinaceus – Kai Wang & Al.
Experiment: in vitro (Zellkulturen)
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Zusammenfassung: Diese In-vitro-Studie ermöglichte die Identifizierung und Charakterisierung von zehn neuen bioaktiven Verbindungen, den Erinacerinen (C bis L), die aus Kulturen von Hericium erinaceus isoliert wurden. Forscher zeigten, dass diese Moleküle eine signifikante Hemmwirkung auf die Alpha-Glucosidase besitzen – das Enzym, das für die Umwandlung komplexer Kohlenhydrate in einfachen Zucker verantwortlich ist. Diese Ergebnisse vertiefen das Verständnis der molekularen Mechanismen, durch die der Hericium den Blutzuckerspiegel moduliert. Als natürlicher Enzyminhibitor bietet dieser Pilz vielversprechende therapeutische Perspektiven für die Behandlung von Typ-2-Diabetes und die Stoffwechselkontrolle.
BMC Complementary Medicine and Therapies - 3. October 2013
Antihyperglycemic and antihyperlipidemic activities of aqueous extract of Hericium erinaceus in experimental diabetic rats – Bin Liang & Al.
Experiment: in vivo (ratus norvegicus – ratte)
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Zusammenfassung: Diese In-vivo-Studie untersuchte die Wirkung eines wässrigen Extrakts von Hericium erinaceus (AEHE) auf Diabetesmodelle. Die Ergebnisse belegen, dass eine längerfristige Verabreichung nicht nur zu einer signifikanten Senkung des Blutzuckerspiegels führt, sondern auch einen Anstieg des Insulinspiegels stimuliert. Parallel dazu zeigte der Extrakt die Fähigkeit, Lipidstörungen (Cholesterin/Triglyzeride) zu korrigieren und die antioxidative Abwehr der Leber zu stärken. Durch die gleichzeitige Wirkung auf Glykämie- und Lipidparameter positioniert sich der Hericium als umfassender Stoffwechselregulator, ideal zur Begleitung komplexer metabolischer Syndrome.
Neuropathische Schmerzen
Evidence-Based Complementary and Alternative medicine - 16. April 2015
Protective Effect of Ethanol Extracts of Hericium erinaceus on Alloxan-Induced Diabetic Neuropathic Pain in Rat – Zhang Yi & Al.
Experiment: in vivo (ratus norvegicus – ratte)
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Zusammenfassung: Diese In-vivo-Studie untersuchte das therapeutische Potenzial von Hericium erinaceus-Extrakt (HEE) bei diabetesbedingten neuropathischen Schmerzen. Die Forscher beobachteten, dass eine längerfristige orale Verabreichung nicht nur zu einer signifikanten Senkung des Blutzuckerspiegels führt, sondern vor allem die Schmerztoleranzschwelle spürbar erhöht (analgetische Wirkung auf die Nerven). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Hericium über einen doppelten Weg wirkt: Stoffwechselregulation und schützende antioxidative Aktivität der Nervenfasern. Als neurologische und metabolische Unterstützung erweist sich der Hericium als zentrale Ressource zur Begleitung von Nervenkomplikationen im Zusammenhang mit Diabetes.
Pankreas und NGF (Nervenwachstumsfaktor)
Diabetologia - octobre 2001
NGF-withdrawal induces apoptosis in pancreatic beta cells in vitro – D. Pierucci & Al.
Experiment: in vitro (Zellkulturen)
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Zusammenfassung: Diese In-vitro-Studie belegt, dass der Nervenwachstumsfaktor (NGF) für das Überleben der Betazellen der Bauchspeicheldrüse (Insulinproduzenten) unerlässlich ist. Forscher beobachteten, dass der Entzug von NGF die Apoptose (Zelltod) dieser Zellen auslöst, indem Überlebenswege (PI3K/AKT) deaktiviert und Selbstzerstörungsprozesse aktiviert werden. Da Hericium erinaceus wissenschaftlich anerkannt dafür ist, die endogene NGF-Synthese zu stimulieren, deuten diese Ergebnisse auf eine potenzielle indirekte, aber starke Schutzwirkung des Pilzes auf die Bauchspeicheldrüsenfunktion hin. Hericium könnte somit eine Schlüsselrolle bei der Erhaltung insulinproduzierender Zellen und der Vorbeugung des Rückgangs der Bauchspeicheldrüsenfunktion spielen.
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Aktualisiert: 11.01.2026
